Nachfolgend finden Sie eine Auswahl der durch die Konrad-Krieger-Stiftung geförderten Projekte.
Sofern Sie Fragen zu den einzelnen Beispielen bzw. den Rahmenbedingungen einer entsprechenden Projektunterstützung haben, melden Sie sich bitte.
Gerne nennen wir Ihnen weitere Projekte auf Anfrage.
Natur & Tierschutz
Zur Förderung der Artenvielfalt im Grünland im Kreis Wesel hat die Stiftung die Anlage von sogenannten Blühstreifen gefördert. Es werden hierbei neben landwirtschaftlich genutzten Flächen Streifen von rund 5 m Breite angelegt und eine bestimmte Saatmischung aufgebracht. Diese Saatmischung ist blütenreich, fördert den Artenreichtum und wertet den Streifen floristisch auf.
In Zusammenarbeit mit der Biologischen Station Wesel hat die Konrad-Krieger-Stiftung ein Projekt zur Schaffung von Brutmöglichkeiten für die Flussseeschwalbe im Kreis Wesel gefördert. Nistflöße konventioneller Bauart können im Rheinvorland nicht ausgebracht werden, da das Risiko besteht, dass die Flöße bei Hochwasser und starker Strömung in den Rhein gelangen. Um der Flussseeschwalbe dennoch auch im Rheinvorland Brutmöglichkeiten zu eröffnen, wurde eine Alternative entwickelt, erprobt und in Betrieb genommen. So ist ein mobiles Nistfloß in Form eines leichten, demontierbaren und daher einfach abtransportierbaren Flosses entstanden.

Der Landschaftspflegeverband Torgau-Oschatz e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Kirschallee in Lausa/Sachsen zu pflegen. Dieses Projekt zur Aufrechterhaltung und Pflege eines wichtigen Landschaftselementes unterstützt die Konrad-Krieger-Stiftung.
Kunst & Kultur
Die Konrad-Krieger-Stiftung hat eine Zusammenarbeit mit der Kunstakademie in Düsseldorf initiiert. Die Stiftung fördert jährlich mit dem sogenannten Konrad-Krieger-Stipendium herausragende Leistungen eines Studierenden. Die jährliche Auswahl des zu fördernden Studierenden erfolgt unter Leitung der Kunstakademie Düsseldorf.
Bisherige Stipendiat-en/-innen sind:
2022 Swinda Oelke
2023 Lucie Gorzolka
2024 Franziska Schmitz
2025 Anna van Baarsen
2026 Thomas Neumann
Der fourty+ Preis der Konrad-Krieger-Stiftung ist eine prestigeträchtige Auszeichnung, die jährlich an herausragende Künstlerinnen und Künstler verliehen wird. Mit diesem Preis würdigt die Stiftung außergewöhnliche künstlerische Leistungen und fördert Entwicklung und Sichtbarkeit der Preisträger.
Die Preisträger des fourty+ Preises sind:
2023 Ben Greber
2024 Natascha Borowsky
2025 Manuel Franke
2026 Clemens Goldbach
Wir sind überzeugt: Kreativität verdient eine Bühne – und die nötigen Mittel, um sich zu entfalten. Um genau hier anzusetzen, vergeben wir jährlich einen Preis zur Förderung von Künstler*innen. Die Auszeichnung richtet sich an kreative Persönlichkeiten, die mit ihrem Werk neue Perspektiven eröffnen und die Kulturlandschaft bereichern.

Ben Grebers skulpturale Werke beziehen sich auf die ursprüngliche Form und Funktion – gewinnen jedoch durch die Reduktion und erscheinen eigenständig im Kontext der Ausstellung, die von der Konrad-Krieger-Stiftung gefördert wurde. Neben wichtigen Werken der letzten Jahre zeigt die Ausstellung eine neue raumgreifende Installation mit Bezug auf das ehemalige Stahlwerk der „Terres Rouges“ in Esch-sur-Alzette.
28.10.2023 – 25.02.2024

„Der Ewige tötet und macht lebendig, er führt hinab in die Gruft und lässt aufsteigen.“ So steht es auf einem der Pfosten am Eingangsbereich des Jüdischen Friedhof in Xanten. Doch, nicht ganz korrekt: Es steht dort in Hebräisch. So wie auch die meisten Inschriften auf den Grabsteinen und Gedenkplatten. In ihrem Buch „Zeuge sei dieser Steinhügel“, bringt die Autorin Christiane E. Müller die Geschichte dieses „malerisch auf dem Heesberg gelegenen … einmalig in seiner kreisrunden Form“ angelegten Jüdischen Friedhofs am Niederrhein näher.

Es ist ein Ort der Trauer und des Gedenkens, aber auch ein Ort von historischer Bedeutung. Die Grabsteine auf diesem Friedhof erzählen von der Gemeinde, dem Leben und dem Zeitgeist, der dort herrschte. Leider sind viele Grabsteine zerstört oder stark verwittert, Inschriften sind häufig kaum noch zu erkennen. Zudem bleibt deren Inhalt und die Bedeutung in hebräischer Sprache eingemeißelt, vielen Besuchern verschlossen. Christiane E. Müller erklärt und übersetzt die Inschriften und Symbole und macht sie uns dadurch zugänglich für ein Verständnis der Xantener Juden über die Zeit hinaus.
Um nun dieses besondere Werk in Händen zu halten, war viel Zeit und Recherche nötig. Die Konrad Krieger Stiftung, Wesel, hat durch ihre Unterstützung wesentlich dazu beigetragen, dass das Vorhaben gelingen konnte. Mit großem Aufwand wurden Unterlagen gesichtet, Fotos gemacht, Übersetzungen angefertigt und Inhalte geprüft sowie schlussendlich mit dem Niederrheinischen Altertumsverein Xanten und vom Salomon L. Steinheim Institut für deutsch-jüdische Geschichte an der Universität Duisburg-Essen abgestimmt.
„Zeuge sei dieser Steinhügel“ von Christiane e. Müller
Aschendorff Verlag
ISBN 978-3-402-24930-7

Swinda Oelke zu Gast im LVR-Niederrheinmuseum Wesel.
„Wir freuen uns, mit Frau Oelke unsere erste Stipendiatin der Konrad-Krieger-Stiftung im LVR-Niederrheinmuseum zu präsentieren. Unser Ziel ist, jungen Künstlerinnen und Künstlern Möglichkeiten und Räume zu bieten.“, erklärt der Geschäftsführer der Konrad-Krieger-Stiftung Dr. Michael Kadgien. „Die moderne Videoinstallation ist auch für uns etwas Neues. Neben den etablierten Natur- und Tierschutzprojekten, werden wir künftig auch Kunst- und Kulturvorhaben am Niederrhein stärker unterstützen.“, so Kadgien weiter.
Interview mit Frau Corinna Endlich, Direktorin LVR-Niederrhein Museum, aus Anlass der Ausstellung „Fragment“ mit Swinda Oelke (Ende April – Ende Mai 2023 in Wesel):
Wie war die Resonanz aus Ihrer Sicht auf die Ausstellung?
Wir müssen unterscheiden zwischen dem Opening der Ausstellung am 20. April und der Ausstellung selbst. Die Gäste des Openings haben die Ausstellung sehr positiv und geradezu enthusiastisch aufgenommen. Es wurde begrüßt, dass das Haus solch eine Ausstellung umsetzt. Im laufenden Ausstellungsbetrieb spielte die Ausstellung nur eine nachgeordnete Rolle. Dies mag insbesondere darauf zurückzuführen sein, dass das LVR Niederrheinmuseum in erster Linie als Museum für Regionalgeschichte bekannt ist.
Worin unterschied sich die Ausstellung von bisherigen / anderen?
Die Ausstellung unterstützte uns dabei, dem Museum eine neue Ausrichtung hin zur Moderne zu geben. Der künstlerische Nachwuchs konnte mit dieser Ausstellung gefördert werden. Der abstrakten Kunst und der Kunstinstallation konnte Raum geboten werden. Auch der mit Mitteln des LVR entstandene Katalog wurde sehr positiv aufgenommen und hat nicht nur der Künstlerin einen Mehrwert gebracht. Mit dieser Ausstellung hat das Museum ein Experiment gewagt, das aus meiner Sicht voll aufgegangen ist.
Beschreiben Sie bitte die Kooperation / Zusammenarbeit mit der Konrad-Krieger-Stiftung: – wie kam es dazu?
Nach einigen Gesprächen und Treffen reifte die Idee einer Ausstellung. Als Direktorin des LVR-Niederrhein Museums war ich von dem Vorhaben sehr angetan und Frau Oelke freute sich, über eine weitere Möglichkeit Ihre Kunst öffentlich zu machen. Ein Termin war schnell gefunden und so machten sich das Haus und die Konrad-Krieger-Stiftung zusammen mit der Künstlerin an die Arbeit, um diese Ausstellung zu organisieren.
– wie war der Ablauf?
Bei der Durchführung und Planung der Ausstellung waren die Mitarbeiter/-innen vom LVR-Niederrhein Museum und der Konrad-Krieger-Stiftung stets im engen Austausch. Es fanden mehrere Treffen statt und offene Fragen konnten zügig beantwortet werden. Die Stiftung hat die Entstehung der Ausstellung mit guten Ideen unterstützt und sie ans Laufen gebracht. Swinda Oelke hat tatkräftig mitgearbeitet und so diese Ausstellung ermöglicht.

– Pro/contra?
Es gab einen sehr produktiven gemeinsamen Entstehungsprozess bei der Entwicklung und Durchführung der Ausstellung. Mit Hilfe eines Kurators / einer Kuratorin können wir in Zukunft die Abläufe sicherlich noch weiter verbessern.
Sind weitere Ausstellungen in dieser Richtung geplant?
Ja durchaus kann sich das Haus dies vorstellen. Insbesondere die Idee einer gemeinsamen Kataloggestaltung war gut und richtig.
Welche Hinweise würden Sie als Museumsleitung Nachwuchskünstlern geben?
Mut ist wichtig und wird belohnt. Kunst sendet eine Botschaft und soll das Publikum gewinnen. Engagement ist wichtig. Insbesondere im Rahmen der Ausstellung hat sich gezeigt: gemeinsam Etwas zu schaffen ist gut und produktiv. Das Netzwerken von Künstlern untereinander ist wichtig und förderlich. Gerade junge Künstler/innen sollten sich zusammentun und sich austauschen.
Wie sehen Sie die weitere Zusammenarbeit mit der Stiftung?
Die Zusammenarbeit ist prozesshaft. Wir sollten in Zukunft nicht nur das gleiche Format nutzen, indem wir zum Beispiel das Haus für Ausstellungszwecke zur Verfügung stellen, sondern auch gemeinsam neue Wege für und mit der Kunst finden.
Dieter Krieg gehört zu den wichtigsten Malern seiner Generation und wird mit seiner Malerei zu den Vertretern der „Neuen Figuration“ gezählt. Er verstand wie kein anderer, banale alltägliche Bildmotive und die Sprache in einer malerischen Symbiose miteinander zu verbinden.
Im Rahmen des Akademie-Rundgangs im Februar 2026 fand die eingehende Sichtung von über zwanzig vorgeschlagenen Arbeiten statt, bei der schließlich die von Thomas Neumann besonders überzeugte.
Ausgehend von Bezügen und Objekten, die mit unterschiedlichen Kontexten, Erinnerungen oder Menschen verbunden sind, kombiniert er einzelne Momente mit einer immer weiter gefassten, nach außen gerichteten Recherche. Die große formale Varianz basiert auf der Untersuchung verschiedener Materialien und Medien. Das Zeichnen bleibt dabei eine Ausdrucksform, zu der er immer wieder und meist seriell zurückkehrt. Gewisse Arbeiten von Thomas Neumann sind kollaborativ und gemeinschaftlich angelegt, und gliedern sich so in die Konzeption von Vorträgen und Ausstellungen.
Während des Rundgangs zeigte er einen Blumenstrauß auf einem Sockel und eine Apfelzeichnung. Die Blumenbouquets erscheinen seit 2021 an Orten wie dem Bonner Kunstvereinoder in einem Ausstellungsraum in Kopenhagen, vor Fenstern oder auf Empfangstresen. Ihre Präsenz beschränkt sich meist auf die Dauer der Ausstellungseröffnung. Die teils eigens für sie gebauten Sockel oder Einbauten bleiben während der Ausstellungslaufzeiten bestehen. Die Zeichnungen von Äpfeln sind seriell und häufig kleinformatig angelegt. Sie beschreiben durch einzelne Linien die Umrisse und das Verhältnis der Formen zueinander.
Die Werke von Thomas Neumann sind präzise formuliert und überzeugen durch ihre räumliche Setzung, die eine Begegnung mit den Arbeiten zulässt.
Nach einem abgeschlossenen Studium der Germanistik und Kunst studiert er seit 2022 in der Klasse von Koenraad Dedobbeleer. Seit 2023 ist er Teil der künstlerischen Leitung, die den Ausstellungsraum Linienstraße organisiert und programmiert.
Forschung & Jugend
Die Konrad-Krieger-Stiftung unterstützt in Zusammenarbeit mit der Haniel Stiftung in Duisburg die Förderschule Kopernikusstraße in Hamborn. Gemeinsam mit der GemüseAckerdemie – dem Bildungsprogramm von Acker e.V. – sowie dem großen Engagement einer Lehrerin und eines Lehrers haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, im schuleigenen Garten aktiv zu werden: Sie pflanzen, pflegen und ernten eigenes Gemüse.
Auf dem weitläufigen Gelände gedeihen fast ein Dutzend verschiedener Pflanzenarten. Das Besondere: Alles, was geerntet wird, landet direkt in der schuleigenen Küche – so erleben die Schülerinnen und Schüler hautnah, wie aus den Pflanzen später schmackhafte Mahlzeiten entstehen, und sie können den gesamten Weg von der Einsaat über die Ernte bis zum Verzehr verfolgen.
Dieses praxisnahe Lernen macht nicht nur Spaß, sondern vermittelt auch ein tiefes Verständnis für nachhaltige Ernährung und den Kreislauf unserer Lebensmittel.
Die Konrad-Krieger-Stiftung fördert gemeinsam mit Wald und Forst NRW die Instandsetzung und Umgestaltung einer ehemaligen Schützenhütte zu einem neuen Standort für Waldpädagogik und Umweltbildung. So entsteht für Schulen und Bildungseinrichtungen am linken Niederrhein ein zusätzlicher Lernort.
In unmittelbarer Nähe des Forsthauses Marienbaum liegt ein eingezäuntes Areal mit einer ehemaligen Schützenhütte. Das Grundstück umfasst rund 1.900 m², wovon etwa 130 m² auf die Hütte mit Vordach entfallen. Künftig soll das Gelände für waldpädagogische Angebote und Maßnahmen der Umweltbildung genutzt werden.
Die beiden gemeinnützigen Unternehmensstiftungen, Haniel Stiftung, Duisburg und die Konrad-Krieger-Stiftung, Wesel, freuen sich auf eine Zusammenarbeit im Bereich der schulischen Bildung von Kindern und Jugendlichen.
Die Haniel Stiftung arbeitet bereits seit einiger Zeit mit dem Sozialunternehmen Acker e.V. zusammen. „Acker e.V. trägt dazu bei, dass Kinder und Jugendliche den Wert von Natur, Nachhaltigkeit und frischen Lebensmitteln ganz praktisch erleben“, so der Gründer von Acker e.V. Dr. Christoph Schmitz. „Die ständige Verfügbarkeit von Lebensmitteln verleitet dazu, sie leichtfertig zu verschwenden. Wir wollen eine Gesellschaft fördern, die die Natur und auch natürliche Lebensmittel wertschätzt.“ Und wo könnte man da besser ansetzten, als bei unseren Kindern und Jugendlichen.

In Deutschland werden jährlich rund 80 Kilogramm Lebensmittel pro Kopf weggeworfen. Je jünger der Haushalt, desto mehr Lebensmittelabfälle werden entsorgt. Dieses Problem möchten die beiden Stiftungen gemeinsam mit Acker e.V. angehen. Die Kinder pflanzen auf ihrem Schulgelände Gemüse, pflegen und ernten es. Was zum täglichen Erlebnis wird, trägt zu einer achtsameren Ernährung bei – und zu einem nachhaltigeren Verständnis für unsere Natur sowie schlussendlich auch einem respektvollen Umgang mit Lebensmitteln. Die Kinder und Jugendlichen erleben so Naturzusammenhänge hautnah, steigern ihr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, wachsen als Gruppe zusammen, entwickeln Empathie und übernehmen gemeinsam Verantwortung für den Acker. „Sie stellen jedoch auch fest, wie viel Arbeit es ist, bis das Gemüse im Regal des Supermarktes bzw. auf dem eigenen Teller liegt. Nach so viel Mühe schmeißt man nicht mehr so leicht weg.
Das Projekt ist auf mehrere Jahre angelegt und bildet den Beginn der Kooperation der beiden Stiftungen.
Hintergrundinfo:
Die Haniel Stiftung (www.haniel-stiftung.de)
Die Konrad-Krieger-Stiftung arbeitet mit der Konrad-Duden-Realschule in Wesel zusammen. Es wurde ein Finanzierungsbedarf deutlich, um das MINT-Konzept und weitere Ideen der Schule zu erweitern und zu vertiefen. Für das Weiterkommen im MINT-Bereich benötigt die Schule in den kommenden Jahren viel Elektronik und Bau- und Bastelmaterial. Denn die fertigen Modelle dürfen die Schüler*innen mitnehmen, um an den Projekten selbst weiter zu forschen.
Die Konrad Krieger Stiftung unterstützte bei der Präsentation der Werkschau des Bachelor-Studiengang Informations- und Kommunikationsdesign an der Hochschule Rhein-Waal.
Interview mit Prof. Christoph Zielke und Michael Menge, Mediendesign an der Hochschule Rhein-Waal, Initiatoren der Werkschau „Rhein What“ (01.-02. April 2023 in Kamp-Lintfort):
Haben sich Ihre im Vorfeld gesetzten Ziele verwirklicht? Welche waren dies?
Zielke und Menge: Ziel war es die Außenwahrnehmung des Studienganges zu steigern und die Werkschau zur Selbstdarstellung zu nutzen. Da wir aber das erste Mal eine solche Werkschau gemacht haben, wussten wir nicht so recht, was wir als Resonanz zu erwarten hatten. Insofern sind wir sehr zufrieden und die uns selbst gesetzten Ziele wurden mehr als erfüllt. Die Studierenden haben gezeigt, welche gestalterischen Elemente im Studiengang Design vermittelt werden und welche Einsatzmöglichkeiten denkbar sind. Da wir die Veranstaltung in der Erstsemesterwoche zu Beginn des Sommersemesters gemacht haben, konnten wir auch bei unseren Neulingen viel Begeisterung wecken und ihnen ein Gefühl für die vielfältige Verwendung von Design vermitteln. Eine schöne Motivation für ihr Studium. Bisher ist unser Studiengang kaum von der Außenwelt an der Hochschule Rhein Waal verortet worden, dies wollten wir ändern und mit der Werkschau sind wir auf dem richtigen Weg mehr in den Fokus der Studieninteressenten zu gelangen.
Woran machen Sie fest, dass Sie Ihre gesetzten Ziele mit der Werkschau erreicht haben?
Zielke: Die Studierenden waren von der Werkschau begeistert. Unsere Außenwahrnehmung konnte deutlich gesteigert werden. Dies habe ich in zahlreichen Bewerbungsgesprächen festgestellt. Nahezu alle haben uns auf die Werkschau angesprochen und empfanden sie als hervorragendes Instrument, um die Qualität des Studienganges Design an unserer Hochschule zu demonstrieren. Eine bessere Werbung als dieses Format hätten wir für unsere Hochschule nicht finden können.
Wer war an der Werkschau beteiligt?
Zielke: In erster Linie die Studierenden des Studienganges Design, die ihre Arbeiten präsentieren konnten. Namhafte Gastredner und Alumni, die Impulsvorträge gehalten haben, waren eine tolle Bereicherung. Es war ein Event für und mit unseren Studenten, aber auch für alle an diesem Studiengang Interessierten. Aus einer abstrakten Vorstellung eines Studiums im Fach Design wurde Realität. Arbeitsweisen, Einsatzmöglichkeiten und die Umsetzung in die Praxis wurden diskutiert und debattiert. Für viele ergab sich die Möglichkeit ihren Studienwunsch nochmals zu reflektieren und zu konkretisieren.
Wie wurde die Werkschau von den Studierenden unterstützt?
Menge: Die Studierenden waren die tragende Säule für das Gelingen dieser Werkschau. Ohne ihren unermüdlichen Einsatz wäre die Werkschau so nicht möglich gewesen. Sie waren extrem engagiert und motiviert. Sie mussten neben ihrem Studium viel Zeit und Mühe aufbringen, um dieser Werkschau den entsprechenden Rahmen zu geben. Gleichzeitig hatte ich auch das Gefühl, dass die Studierenden neue Energie für ihr Studium durch dieses Projekt schöpften. Die Zusammenarbeit hat mir sehr viel Spaß gemacht.
Beschreiben Sie bitte die Zusammenarbeit mit der Konrad-Krieger-Stiftung: – wie entstand der Kontakt?
Menge: Das Logo der Konrad-Krieger-Stiftung wurde im letzten Jahr von Studenten des Faches Design an unsere Hochschule entworfen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit war eine enger Kontakt zwischen der Hochschule und der Stiftung entstanden. Als Herr Prof. Zielke und ich die Idee „Werkschau“ soweit so gut gedanklich durchgespielt hatten, war uns klar, dass wir zur Umsetzung der Idee einen verlässlichen Partner an unsere Seite bräuchten. Unsere beider erster Gedanke war die Konrad-Krieger-Stiftung. Ein verlässlicher aber auch gleichzeitig flexibler und pragmatischer Partner für unser Vorhaben.
– wie war der Ablauf?
Menge: Die Stiftung hat schnell und unbürokratisch reagiert und unterstütze die Idee einer eigenen Werkschau sofort. Wir haben es als großen Vertrauensvorschuss empfunden, dass die Stiftung uns bei der Umsetzung der Idee völlig freie Hand gelassen hat. Trotzdem oder gerade deshalb hatten wir jedoch auch stets einen direkten Draht zueinander, um die Stiftung über die einzelnen Schritte der Planung und Realisierung auf dem Laufenden zu Halten. Es war über den gesamten Entstehungsprozess hinweg ein wertvolles Miteinander und es hat wirklich Freude gemacht, sich persönlich mit den engagierten und interessierten Ansprechpartnern der Stiftung auszutauschen.
Sind weitere Werkschauen geplant?
Zielke: Auf alle Fälle! Wir haben viel aus dieser ersten Werkschau gelernt. In Zukunft wollen wir die Umsetzung auf mehrere Schultern verteilen. Michael Menge hat diese Werkschau mit großem persönlichem Engagement und der unermüdlichen Unterstützung unseres Werkstattleiters Herrn Pastulka umgesetzt. Beiden gilt mein persönlicher Dank dafür. Eventuell werden wir die Werkschau beim nächsten Mal auch auf andere Studiengänge erweitern. Dann allerdings auch mit einem größeren Orga-Team und hoffentlich an einem besseren, sichtbareren Standort hier am Campus in Kamp-Lintfort.
Kontakt
Konrad-Krieger-Stiftung
Rheintorstr. 9
46483 Wesel
Telefon +49 281 204226
info@konrad-krieger-stiftung.de